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Foto: Marc Theis

Jazzgottesdienst

3-4x im Jahr am Sonntagabend in Jakobi...

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Bild: Wegel

Jazzmusik, interessante Themen, entspannte Atmosphäre, anschließendes Zusammensein bei Knabberei und einem guten Glas Wein?

Seien Sie herzlich eingeladen zum Jazzgottesdienst in unserer Jakobikirche mit Pastor Rüdiger Grimm, Uwe Rehling mit Band sowie dem Jazzgottesdienstteam.

 

Jakobi und der Jazz – Ein Gespräch im Jazz-Gottesdienst-Team

Seit 2008 feiern wir in der Jakobi-Gemeinde jährlich 2-3 Jazz-Gottesdienste am Abend. Wir haben diese Gottesdienste gemeinsam mit unserem Kirchenmusiker Uwe Rehling ins Leben gerufen, und inzwischen sind sie aus dem Gemeindeleben gar nicht mehr wegzudenken. Wir haben uns schon oft gefragt, warum das so ist.

Michael Hartlieb: Gottesdienst macht Spaß! Das gilt für jeden Gottesdienst – aber beim Jazzgottesdienst kommt das vielleicht besonders gut rüber

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Bild: Nettersheim

Karsten Nettersheim: Das sehe ich natürlich genauso. Mir fällt immer wieder auf, dass wir mit unseren Jazz-Gottesdiensten auch Menschen ansprechen, die sonst eher selten oder gar nicht zum Gottesdienst gehen. Viele Jüngere kommen lieber abends in die Kirche und lassen sich von unseren lebhaften Gottesdiensten mitreißen.

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Ulrike Born: Musik ist ja auch eine wichtige Sprache Gottes. Ich schätze unsere vielen traditionellen Gottesdienste sehr. Aber es spricht auch nichts gegen musikalische Vielfalt. So ist für jeden Geschmack etwas dabei. Dass Uwe Rehling im Jazz-Gottesdienst von befreundeten Profimusikern und oft auch tollen Gästen unterstützt wird, ist dann noch mal eine besondere Qualität.

Michael Hartlieb: Das Besondere des Jazzgottesdienstes beginnt schon bei der Vorbereitung im Team. Da liegen der Humor und der Ernst bei vielen Themen ganz dicht beieinander. Wir lachen zusammen über eine witzige Bemerkung – und im nächsten Moment merken wir, wieviel Wahrheit darin steckt, für das Leben und für den Glauben.

Julius Rega: Und wir sprechen auch über ganz persönliche Dinge. Wenn wir uns z.B. einen Bibeltext vornehmen: Was sagt er mir, was dir? Was gefällt mir, was finde ich seltsam oder auch ganz gegen meine Meinung?

Camie Petermann: Echt erstaunlich, was uns zu manchen Themen dann so alles einfällt – viel mehr, als jemals in einem Gottesdienst gebracht werden könnte.

Dr. Wolfgang Wegel: Manchmal werden wir ja auch darauf angesprochen, wo wir unsere Texte her hätten; vielleicht aus dem Internet? Dabei schreiben wir die Predigtteile alle selbst. Das ist natürlich viel Arbeit, ein langer kreativer Prozess. Aber die positiven Reaktionen bestätigen uns. Wir möchte auf unterhaltsame Weise Neugier wecken für eine Beschäftigung mit biblischen Themen und mit dem christlichen Glauben. Und die Inhalte in verschiedensten Formen unterhaltsam, überraschend, dabei aber auch niveauvoll darstellen.

 

Ulrike Born: Klar, das ist unser Anspruch. Aber das muss überhaupt nicht abgehoben sein. Wir bemühen uns ja schon, die Inhalte verständlich und locker zu bringen. Immer fragen wir uns: Wie kriegen wir das rüber für Andere? Mir ist schon gesagt worden, dass die Jazz-Gottesdienste von manch einem besser verstanden werden.

Karsten Nettersheim: Vielleicht liegt das daran, dass wir ernsthaft arbeiten, aber uns selbst nicht zu ernst nehmen. Humor gehört für mich dazu, und ich denke, man kann das eine oder andere leichter hören, wenn es nicht mit dem drohenden Zeigefinger, sondern mit einem Augenzwinkern daherkommt.

Dr. Wolfgang Wegel: Ja, mit ein wenig Humor können auch ernste Dinge leichter transportiert werden, aber Humor ist natürlich kein Selbstzweck. Wir müssen nicht krampfhaft witzig sein, das liegt uns gar nicht. Mit unseren Themen, die wir auf den Plakaten im ganzen Dorf ankündigen, wollen wir ja auch nicht provozieren, sondern schlicht neugierig machen.

Julius Rega: Dabei nehmen wir uns einige Freiheiten heraus. Die Freiheit, eigene theologische Themen und Schwerpunkte zu setzen. Die Freiheit der Gestaltung des Gottesdienst. Die Freiheit sich selbst zu verwirklichen. Das schätze ich am Jazzgottesdienst.

Camie Petermann: Früher saß ich in den Zuschauerreihen und war nach jedem Gottesdienst wie berauscht. Nun bin ich selbst jüngstes Mitglied und hoffe, damit auch ein bisschen zur Diversität beitragen zu können. Mich fasziniert die Bibel und wie aktuell sie sein kann. Der Jazzgottesdienst mit seiner Kombination aus Theologie und Kreativität zeigt, dass Gottesdienst auch anders geht. Die Bibel in ein neues Format zu bringen und das Ganze mit toller Jazzmusik zu verknüpfen, das ist ein Cocktail, den jeder mal probiert haben sollte. Gute Laune und eine tolle Atmosphäre sind garantiert.

Michael Hartlieb: Ja, das sind schon besondere Gottesdienste. So richtig „evangelisch“ würde ich sagen. Denn eigentlich heiß Evangelium ja nichts anderes als: Gute Nachricht. Oder Frohe Nachricht. Ich glaube: Der Heilige Geist, der ist da mitten drin. Und wahrscheinlich macht es ihm auch Spaß!

Hartlieb
Pastor Michael Hartlieb
Kantor Uwe Rehling