Foto: Marc Theis

Tageslosung

Kalenderblatt vom 27. Juni 2019

Losung

/Gott spricht:/ Von nun an lasse ich dich Neues hören und Verborgenes, das du nicht wusstest.

Jesaja 48,6

Lehrtext

Gott hat uns wissen lassen das Geheimnis seines Willens nach seinem Ratschluss, den er zuvor in Christus gefasst hatte.

Epheser 1,9

Aktuelle Woche

Kirchliche Woche

Sonntag, 23. Juni 2019 bis Samstag, 29. Juni 2019

Wochenspruch

Christus spricht zu seinen Jüngern: Wer euch hört, der hört mich; und wer euch verachtet, der verachtet mich. (Lk 10, 16a)

Feiertag

1. Sonntag nach Trinitatis

Erklärung

Gott möchte für uns Menschen erlebbar sein und bleiben. Das ist das große Thema der Sonntage nach Trinitatis. Immer wieder werden diese Wochen des Kirchenjahres als „festlose Zeit“ bezeichnet. Aber gibt das, was Gott möglich macht, keinen Anlass zum Feiern?
Der erste Sonntag nach Trinitatis feiert Gottes Liebe. Als Gebote und als Evangelium lässt Gott davon hören, durch Jesus ist sie für die Menschen zu erfahren gewesen. Die Bibeltexte im Gottesdienst lassen dies anklingen, sprechen davon, wie Menschen Gottes Liebe wahrnehmen können mit allen ihren Sinnen. Sie reden auch davon, dass das Lieben Gottes Folgen hat. Eine solche Liebe lebe davon, dass sie weitergegeben wird, dass „der Liebesstrom durch uns hindurchfließt“ und „wir zu Sendern der Liebe“ (Ernesto Cardenal) werden. 

Thema

Apostel und Propheten

Joh 5, 39-47

39 Ihr sucht in den Schriften, denn ihr meint, ihr habt das ewige Leben darin; und sie sind's, die von mir zeugen;

40 aber ihr wollt nicht zu mir kommen, dass ihr das Leben hättet.

41 Ich nehme nicht Ehre von Menschen an; 

42 aber ich kenne euch, dass ihr nicht Gottes Liebe in euch habt.

43 Ich bin gekommen in meines Vaters Namen, und ihr nehmt mich nicht an. Wenn ein anderer kommen wird in seinem eigenen Namen, den werdet ihr annehmen. 

44 Wie könnt ihr glauben, die ihr Ehre voneinander annehmt, und die Ehre, die von dem alleinigen Gott ist, sucht ihr nicht?

45 Meint nicht, dass ich euch vor dem Vater verklagen werde; der euch verklagt, ist Mose, auf den ihr hofft.

46 Wenn ihr Mose glaubtet, so glaubtet ihr auch mir; denn er hat von mir geschrieben. 

47 Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubt, wie werdet ihr meinen Worten glauben?

Andacht der Woche

Ob ich für mehr Klimaschutz bin? Klar, keine Frage. Aber: Bin ich auch bereit, dafür mein tägliches Leben grundlegend zu verändern? Regelmäßig das Auto stehen zu lassen? Den Einkauf mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad zu machen? Nicht alles praktischerweise im einem Supermarkt einzukaufen? Sondern in mehreren Läden, die Produkte von vor Ort anbieten? Mit weniger Verpackungsmüll?

Verzichte ich darauf, das Auto bis obenhin voll zu packen und an die Ostsee zu fahren? Und sortiere stattdessen mühselig vor, um mein Gepäck über Bahnhöfe und durch überfüllte Züge zu schleppen?

Bin ich bereit, bewusst weniger zu verbrauchen und gleichzeitig wesentlich mehr für Strom zu bezahlen, der nachhaltig produziert wurde?

Der Klimaschutz und die Frage nach den Konsequenzen für das eigene Leben sind ein gutes Beispiel für eine menschliche Grundhaltung: Ich weiß – oder ahne zumindest – dass ich nicht so handle, wie es gut und richtig ist. Nicht gut für mich selbst, nicht gut für meine Mitmenschen. Und ganz sicher verhalte ich mich auch nicht so, wie Gott das möchte. Und ich tue es trotzdem. Aus Bequemlichkeit. Aus Gewohnheit. Ich bin gut darin, den leichteren Weg zu wählen.

Gott nimmt mir die Entscheidung für einen grundlegenden Verhaltenswechsel nicht ab. Und auch niemand sonst. Doch Gott bringt mir Vertrauen entgegen: Dass ich die Kraft für Veränderungen habe. Dass ich ein Leben führen kann, in dem es nicht in erster Linie um höher, schneller, weiter geht. Sondern darum, das, was ich tue in Liebe zu tun: In Liebe zu Gott, zu seiner Schöpfung und zu meinen Mitmenschen.

Oder wie es der Autor des Johannesbriefes formuliert: Gott ist Liebe. Und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm (1. Joh. 4,16).

Amen.

 

Pastor Benjamin Simon-Hinkelmann

 

Liturgische Farbe

Liturgische Farbe Grün - Bild von Erich Grün

Grün als Farbe der erwachenden und lebenden Natur bestimmt die Sonntage nach Epiphanias bis zur Passionszeit und die Sonntage nach Trinitatis.

Bild: Sammlung Erich Grün                 

© Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Text: Grethlein, C./Ruddat, G.: Liturgisches Kompendium

Quelle Losungen: Herrnhuter Losungen Losungen

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Leben und Arbeiten auf wenig Raum und weit weg von der Heimat - für viele Menschen ist das Alltag. Die Morgenandacht von Silvia Mustert.

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Wochenspüche in Gebärdensprache

Wochenlied

Von Gott will ich nicht lassen (EG 365) und Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr (EG 382)